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Märkisch-Oderland
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Vorsicht vor falschen Enkeln

Der sogenannte Enkeltrick ist eine besonders hinterhältige Form des Betrugs, der häufig ältere und allein lebende Personen trifft. Mit einem scheinbar harmlosen Anruf beginnt es, und am Ende können die Opfer Tausende von Euro verlieren. Oft reicht schon ein kurzer Moment der Unsicherheit, um die Betrüger glauben zu lassen, sie seien ein Enkelkind oder ein anderes Familienmitglied in Not. Der Druck wird schnell erhöht, indem vorgetäuscht wird, dringend Geld zu benötigen. 

Oft werden die Betroffenen auch durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt. Sobald das Opfer zahlen will, wird ein Bote angekündigt, der das Geld abholt.

Hat der Betroffene die geforderte Summe nicht parat, wird er gebeten, unverzüglich zur Bank zu gehen und dort den Betrag abzuheben. Nicht selten ruft der Täter sogar ein Taxi, wenn das Opfer den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen kann. Auf diese Weise haben Enkeltrick-Betrüger in der Vergangenheit bereits Beträge im fünfstelligen Eurobereich erbeutet.

 

Betrüger nutzen Messenger und geben sich als Enkel aus

Inzwischen nutzen die Täter auch Messengerdienste, wie beispielsweise WhatsApp, um ihre Opfer im Namen z.B. von Töchtern, Söhnen oder Enkeln zu Geldüberweisungen zu bewegen. Dabei suchen die Betrüger häufig mit Nachrichten wie, “Hallo Mama, hallo Papa, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Handynummer…“ den Einstieg in den Chat.

Erfahren Sie, wie Sie Betrug über Messenger erkennen können und wie Sie Ihren WhatsApp Account effektiv sichern können.

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/messenger/

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/messenger/#c26855
 

Tipps Ihrer Polizei gegen den Enkeltrick

  • Niemals Geld an unbekannte Personen übergeben oder überweisen
  • Niemals fremden Personen Eintritt in die Wohnung gewähren
  • Bei Telefonkontakt mit angeblich erkrankten Angehörigen misstrauisch werden
  • Anrufer/innen grundsätzlich auffordern, seinen/ihren Namen selbst zu nennen (nicht selbst raten)
  • Nach Dingen fragen, die nur ein Angehöriger wissen kann
  • Keine Informationen zu finanziellen Verhältnissen weitergeben (Bankdaten, Passwörter, Pins usw.)
  • Keine Informationen zu familiären Verhältnissen weitergeben
  • Keine ungebetene Hilfe von Fremden annehmen
  • Bei Betrugsverdacht sofort die Polizei unter 110 anrufen 

Änderung/Löschung des Telefonbucheintrages

Trickbetrüger nutzen die Einträge in Telefonbüchern, um gezielt Opfer für Telefonbetrugsstraftaten auszuwählen! Ältere Vornamen wie Wilhelmine, Wilhelm etc. oder auch kurze Telefonnummer sind für die Täter ein Hinweis darauf, dass sich ältere Menschen hinter diesen Einträgen verbergen. Diese Telefonnummern werden gezielt angerufen!

Die Polizei empfiehlt: Schützen Sie sich vor lästigen und gefährlichen Telefonanrufen, indem Sie sich aus dem Telefonbuch austragen lassen! Ihr Umfeld hat Ihre Telefonnummer und muss diese nicht nachschlagen.

Wenn Sie weiterhin im Telefonbuch verzeichnet sein möchten, lassen Sie am Besten Ihren Vornamen abkürzen, damit der oder die Täter keinen Hinweis auf Ihr Alter bekommen!

Falls Sie schon einmal Opfer eines Telefonbetruges geworden sind, haben die Täter Ihre Rufnummer höchstwahrscheinlich für weitere Betrugsversuche gespeichert. Bekommen Sie häufig entsprechende Anrufe, rät die Polizei: Ändern Sie Ihre Rufnummer und verzichten Sie auf einen Telefonbucheintrag!

Wenn Sie sich vor Telefonbetrügern schützen möchten, dann füllen Sie das Formular aus und senden es per Post an Ihren Telefonanbieter! Sie können die Änderungen auch über die Hotline Ihres Telefonanbieters beantragen.
 

Auswahl an Telefonanbietern mit Kontakten

Deutsche Telekom AG
Kundenservice
Friedrich-Ebert-Allee 140
53113 Bonn
Tel.: 0228 - 181 0

Telefónica Germany GmbH & Co. OHG (O2)
Kundenbetreuung
90345 Nürnberg
Tel.: 089 - 78 79 79 40 0

Vodafone GmbH
Kundenservice
40875 Ratingen
Tel.: 0800 - 17 21 21 2
 

1&1 Telecom GmbH
Kundenservice
Elgendorfer Straße 57
56410 Montabaur
Tel.: 0721 - 96 00

(Für Telefonbetrugsopfer ist der Rufnummerwechsel in der Regel kostenlos. Diese Auswahl an Telefonanbietern erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

 

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