Die Polizei rät Haus- und Wohnungsbesitzern im Landkreis Märkisch-Oderland dringend, ihr Eigentum zu schützen. Hintergrund ist die weiterhin hohe Zahl an Wohnungseinbrüchen. Auf Informationsveranstaltungen in den betroffenen Gemeinden gibt die Polizei nun Hinweise, wie man sich schützen kann.
Einbrüche werden der Polizei zurzeit fast jeden Tag aus dem Landkreis angezeigt. Gestohlen werden bei Einbrüchen meist Bargeld, Schmuck und kleinere elektronische Geräte. Vermeintlich clevere Verstecke sind wenig hilfreich, da es sich meist um Profis handelt und die finden auch diese Verstecke. Entsprechend verwüstet sehen viele Häuser nach einem Einbruch aus. Teilweise könnte man meinen, eine Bombe hätte eingeschlagen – alles ist durchwühlt. Zum erlittenen finanziellen Schaden kommt auch der Schock über die verletzte Privatsphäre und das nun fehlende Sicherheitsgefühl.
Mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern sind der wichtigste Schutz. Rein an der Mechanik scheitern Täter momentan zu etwa 45 bis 46 Prozent – ganz ohne Nachbarn, ohne Alarmanlage nach Aussagen der Polizei. Insbesondere an Türen und Fenstern im Erdgeschoss bleibe eine gute mechanische Sicherung deshalb das wichtigste Mittel, um sich gegen Einbrecher zu schützen. Dennoch seien die Zahlen alarmierend: Allein zwischen dem 1. und 25. November registrierte die Polizei im Revierbereich 68 Einbrüche, 52 davon waren erfolgreich. Das ist viel zu viel. Jeder Wohnungseinbruch ist einer zu viel. Mehr als die Hälfte aller Einbrüche erfolge durch Aufhebeln. Fachgerecht montierte, nach DIN-Normen geprüfte Sicherungen reduzierten die Chancen für Täter deutlich. Auch abschließbare Fenstergriffe seien sinnvoll – allerdings nur in Kombination mit einbruchhemmenden Beschlägen. Die Polizei bietet hierzu spezielle Beratungen vor Ort an. Alarmanlagen und Kameras können zwar ergänzen, verhindern einen Einbruch aber nicht zwangsläufig. Schaffen es die Täter ins Haus, sind sie oft nach fünf Minuten mit der Beute wieder verschwunden, so die Erfahrung der Polizei. Kameraaufnahmen seien für Fahndungen häufig ungeeignet, da Täter maskiert oder polizeilich nicht bekannt seien.
Besonders häufig wird laut Polizei an Donnerstagen, Freitagen und Samstagen eingebrochen, vor allem in der Zeit von 16 bis 20 Uhr. Die Angst vieler Hausbesitzer, bei einem Einbruch angegriffen zu werden, ist sehr gering. In aller Regel schlagen Täter nur dann zu, wenn niemand zu Hause ist.
Tipps und Hinweise zur Prävention entnehmen Sie bitte folgender Broschüre zu diesem Thema.
Technische Sicherheit - Einbruchschutz | polizei-beratung.de